Lexikon
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Im Folgenden haben wir für Sie die wichtigsten Fachbegriffe in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt:
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AC
Der Begriff "AC" leitet sich von der englischen Bezeichnung für Wechselstrom ("Alternating Current") ab. Wechselstrom wird üblicherweise aus der normalen Steckdose bezogen.
AI
Siehe "Auto-Iris"!
Aktivitätserkennung
Die Fähigkeit der Aktivitätserkennung gehört heute fast schon zum Standard moderner Videoaufzeichnungsgeräte. Dem Bild lässt sich im Einstellungsmenü des Rekorders ein Raster "überstülpen", mit dem Sich festlegen lässt, welche Bewegungen auf welchem Bildteil relevant und somit ein Alarmierungsanlass sind. Optimal eingestellt, lässt sich durch die Aktivitätserkennung viel Aufnahmekapazität einsparen, da nur noch im Alarmfall aufgezeichnet wird. Denkbar ungeeignet ist die Aktivitätserkennung natürlich bei der Überwachung von belebten Orten.
Asphärisch
Der Begriff "asphärisch" taucht meist im Zusammenhang mit Objektiven auf und bedeutet frei übersetzt "nicht kugelförmig". Bei normalen "sphärischen" Linsen bzw. Objektiven kann sich insbesondere am Bildrand eine mehr oder weniger starke kugelförmige Krümmung ergeben. Ist die Linse asphärisch, ergibt sich dieser Effekt nicht, das Bild erscheint glatt und unverzerrt.
Auto-Iris
Die Auto-Iris funktion steuert bei einem Kameraobjektiv den Lichteinlass. Ähnlich dem Menschlichen Auge wird bei einer Überbelichtung die Blende verkleinert ("Zusammenziehen der Pupille") und bei einer Unterbelichtung vergrößert ("Öffnen der Pupille"). Mit dieser Funktion ist eine gleichbleibende Bildhelligkeit gewährleistet, was insbesondere bei Aufnahmen mit wechselnden Lichtverhältnissen von eminenter Bedeutung ist (z. B. Videoüberwachung im Freien bei wandernder Sonneneinstrahlung). Objektive, die über die "Auto-Iris" Funktion verfügen, sind im Shop entsprechend gekennzeichnet.
Back-Fokus-Einstellung
Wenn die Kamera trotz versuchten Scharfstellens des Objektivs kein klares Bild liefert, hilft oft der Einsatz eines Distanzadapters, wie der C/CS-Mount-Adapter. Führt auch das nicht zum gewünschten Effekt, bieten manche Kameras eine Back-Fokus-Einstellung, die es ermöglicht, den Bildaufnehmer vom Objektiv "wegzuziehen" und dadurch den Abstand zu vergößern oder - falls nötig - zu verkleinern, um ein klares Bild zu erreichen.
Baud
Die Bezeichnung "Baud" ist eine heute nicht mehr allzu gebräuchliche Maßeinheit für die Geschwindigkeit der Datenübertragung. Gebräuchlicher ist heute die Einheit "Bit pro Sekunde" (Bit/s). Oft wird 1 Baud 1 Bit pro Sekunde gleichgesetzt, was jedoch nicht ganz korrekt ist, denn pro Zustandsänderung können je nach Verfahren mehrere Bits übertragen werden.
 
BIB
Siehe "Bild in Bild"!
Bild in Bild
Die Bezeichnung "Bild in Bild" und bezeichnet die Fähigkeit, in ein Hauptbild ein weiteres (meist kleineres) Bild einzublenden. Auf diese Weise können zwei Bereiche gleichzeitig eingesehen werden. Die englische Bezeichnung für diese Funktion lautet "PIP" ("Picture in Picture").
Bildformat
Das Bildformat gibt das Verhältnis zwischen vertikaler und horizontaler Bildgröße wieder. Beim PAL-System ist das Bildformat grundsätzlich 4:3.
Bildwinkel
Der Bildwinkel gibt den Bildausschnitt an, der auf der Kamera zu sehen ist, also die insgesamt auf dem Bild zu sehende Fläche. Der Bildwinkel kann durch die Brennweite verändert werden.
Bit
Die Bezeichnung Bit kommt von der englischen Abkürzung für "Binary Digit", also binäre Stelle. Somit stellt ein Bit die kleinstmögliche Informationseinheit innerhalb der EDV dar. Ein Bit kann entweder den Wert 0 oder 1 annehmen. Im Zusammenhang mit der Übertragungsgeschwindigkeit von Daten gibt die Einheit Bit pro Sekunde (Bit/s) an, wie viele Informationen/Daten pro Sekunde übertragen werden können.
BLC
"BLC" ist eine Gegenlichtkompensation, die es auf elektronischem Wege ermöglicht, dunkle Gegenstehende bei hellem Gegenlicht (z. B. vor einem Fenster) zu erkennen.
Blendenzahl
Die Blendenzahl gibt das Verhältnis der Brennweite zum Durchmesser des Objektivs wieder. Je größer die Blendenzahl, umso weniger Licht fällt ein, was einen direkten Einfluss auf die Schärfentiefe hat.
BNC
Dies ist eine Abkürzung für die englische Bezeichnung "British Naval Connector", zu Deutsch also "britischer Marineverbinder". BNC ist eine der häufigsten Stechverbindungen bei der Verkabelung von Netzwerken. Durch einen Bajonettverschluss rastet der Stecker zuverlässig ein.
BPS
Diese Abkürzug steht für "Bits per Second", also Bits pro Sekunde, und gibt die Übertragungsgeschwindigkeit der Daten wieder (siehe auch Bit).
Brennweite
Die Brennweite ist die Entfernung in Millimetern von der Linsenmitte zum Brennpunkt (auch Fokus genannt), also dem Punkt, an dem ein scharfes Bild vorliegen soll. Bei einer großen Brennweite wird das Motiv vergrößert, der Bildausschnitt wird dadurch jedoch kleiner ("Zoomeffekt"). Bei kleiner Brennweite ergibt sich das Gegenteil: Es wird quasi "herausgezoomt", was einzelne Objekte auf dem Bild verkleinert, jedoch einen größeren Bildausschnitt ermöglicht. Für Detailaufnahmen sind deshalb Objektive mit großer Brennweite, sogenannte Teleobjektive, zu empfehlen. Will man sich einen Überblick über einen weitläufigen Bereich verschaffen (z. B. Hallen- oder Gartenüberwachung) empfiehlt sich der Einsatz von Objektiven mit geringer Brennweite, sogenannten Weitwinkelobjektiven.
Byte
Ein "Byte" ist eine Maßeinheit aus der EDV und umfasst 8 Bit. Insbesondere bei Angabe von Speicherkapazitäten ist die Maßeinheit Byte gebräuchlich. So kann beispielsweise eine Festplatte (HDD) über eine Speicherkapazität von 400 Gigabyte verfügen (also 400.000.000.000 Byte).
C-/CS-Mount-Adapter
Dabei handelt es sich um einen Zwischenring von 5 Millimetern, der es erlaubt, ein C-Mount-Objektiv an einer CS-Mount-Kamera zu verwenden. Vorsicht: Mit keinem Adapter ist es möglich, ein CS-Mount-Objektiv an einer C-Mount-Kamera zu verwenden!
CCIR
Dies bedeutet Committee Consultative International Radiocommunications und ist eine Fernsehnorm für das Schwarz-/Weiß-Fernsehen für die meisten Länder Europas mit 625 Linien und 50 Hertz.
CCTV
CCTV steht für die englische Bezeichnung "Closed Circuit Television" und bedeutet eine geschlossene (nicht öffentliche, wie beim normalen Fernsehen) Kabelverbindung zwischen Kamera und Monitor. CCTV wird heute fast ausschließlich als Synonym für Videoüberwachung verwendet.
CMOS
Diese Abkürzung bedeutet ausgeschrieben "Complimentary Metal Oxide Semiconductor".
C-Mount
"C-Mount" bezeichnet einen industriellen Standard zur Befestigung von Objektiven im professionellen Bereich. Das Durchmesser beträgt 1 Zoll (2,54 Zentimeter), die Gewindesteigung beträgt 1/32 Zoll. Der Abstand zwischen dem Flansch des Objektivgewindes und der Bildebene beträgt 17,52 Millimeter.
CPU
Central Processing Unit
CRT
Unter "CRT" versteht man eine Kathodenstrahlröhre oder auch Braunsche Röhre ("Cathode Ray Tube"), wie sie über Jahrzente in Fernsehern und Monitoren verwendet wurden, bevor sich neue Standards wie TFT oder Plasma etablieren konnten.
CS-Mount
"CS-Mount" ist ein von C-Mount abgeleitetes und industriell genormtes Anschlussgewinde für Kameras im professionellen Bereich. Der Durchmesser beträgt wie beim C-Mount 1 Zoll (2,54 Zentimeter), die Gewindesteigung beträgt ebenfalls 1/32 Zoll. Allerdings ist der Abstand zwischen dem Flansch des Objektivgewindes und der Bildebene mit 12,52 Millimetern geringer. Mit einem C-/CS-Mount Adapter können die beiden Formate beliebig verwendet werden.
Dämpfung
Jede Information, die durch ein Kabel übertragen wird, ist letztlich eine Schwingung. Durch Energieverlust (Abgabe von Energie an die Umwelt etc.) nimmt diese Schwingung auf längere Strecken jedoch ab, wenn keine neue Energie zugeführt wird. Dieses "Abebben" nennt man "Dämpfung".
dB
Siehe "Dezibel"!
DC
Der Begriff "DC" leitet sich von der englischen Bezeichnung für Gleichstrom ("Direct Current") ab. Gleichstrom wird üblicherweise aus Batterien, Akkus oder Netzteilen (Adaptern) bezogen.
Dezibel
Die Bezeichnung "Dezibel" (dB) ist eine Verhältniszahl (keine Einheit) für den Schalldruck, die auf den Wissenschaftler und Erfinder des Telefons Alexander Graham Bell zurückgeht. Die eigentliche Verhältniszahl nennt sich "Bel", sie wird jedoch meistens im Zehntel also Dezi-Bel angegeben. Zur Orientierung: 0 dB = Hörschwelle, 10 dB = ruhiges Atmen, 20 dB = leises Flüstern, 90 dB = Autohupe, 120 dB = Flugzeug in geringer Entfernung.
Dispersionseffekt
Siehe "Infrarot-Verschiebung"!
Duplex
Ausführung von zwei Funktionen zur gleichen Zeit, z. B. Aufzeichnen von Live-Bildern, während auf ältere Daten zugegriffen wird.
EI
Elektronische Blendenregelung durch die Kamera und nicht durch das Objektiv (wird diese Funktion durch das Objektiv übernommen, spricht man von "Auto-Iris"). Bei Kameras mit EI können Objektive mit fester Brennweite und Blende verwendet werden, da sich die Kamera selbst den (wechselnden) Lichtverhältnissen anpasst.
Endlosaufnahme
Siehe "Ringaufzeichnung"!
Ethernet
Siehe "LAN"!
FI
"FI" steht für "Fixed Iris", also einer festen Einstellung der Blende.
GPS
Diese Abkürzung steht für "Global Positioning System", einem Navigationssystem, bei der ein GPS-Empfänger auf der Erde (z. B. in einem Pkw) die Signale von meist mehreren Satelliten empfängt. Aus der Signallaufzeit dieser Satellitensignale berechnet der GPS-Empfänger seine Position auf der Erde.
GSM
Diese Abkürzung steht für "Global System for Mobile Communications" und beschreibt einen Übertragungsstandard für die Kommunikation mit Funktelefonen (Handys). GSM kann auch zur Peilung bzw. Ortung von Handysignalen verwendet werden, da sich jedes im Mobilfunknetz eingeloggte Handy in einer bestimmten "Zelle" innerhalb dieses Netzes befindet. Je nach Empfangsqualität ist die Handyortung dabei mehr oder weniger genau.
Halbbild
Ein Videobild (Vollbild) besteht immer aus zwei Halbbildern, die am Bildschirm "zusammengesetzt" werden. Ein Halbbild ist somit immer die Hälfte eines Vollbilds, bei CCIR Norm 312, 5 Zeilen, 50 Halbbilder pro Sekunde.
HDD
"HDD" steht für die englische Bezeichnung "Hard Disk Drive", also Festplattenlaufwerk. Nachdem analoge Aufnahmegeräte mit dem Aufnahmemedium "VHS-Kassette" mittlerweile fast völlig von digitalen Systemen abgelöst wurden, ist die HDD eindeutig das Medium der Zukunft bei der Videoaufzeichnung. Die immer größere Volumina bei den HDD möglich sind, ist eine nie gekannte Aufnahmedauer und -qualität möglich. Aktuelle digitale Videorekorder zeichnen fast ausschließlich auf HDD auf. Ist die HDD voll, kann sie durch eine leere ausgetauscht werden, wenn der Rekorder über einen entsprechenden Wechselrahmen verfügt. Durch eine Ringaufzeichnung kann die gleiche HDD immer wieder neu beschrieben werden.
Hertz
Die Bezeichnung "Hertz" geht auf den Physiker Hienrich Rudolf Hertz zurück, der "Hertz" als Maßeinheit für die Frequenz festlegte. Ein Hertz bedeutet, eine Schwingung pro Sekunde.
Hz
Siehe "Hertz"!
Impedanz
Die Impedanz bezeichnet den Wechselstromwiderstand, gemessen in Ohm.
Infrarot
Von der Wellenlänge her liegt Infrarot-Licht über dem für uns Menschen wahrnehmbaren Frequenzspektrum. Da Infrarot-Licht folglich für Menschen unsichtbar ist, eignet es sich hervorragend zur diskreten Ausleuchtung während der Videoaufnahme.
Infrarot-Verschiebung
Normales "weißes" Licht und Infrarotlicht (z. B. aus einem Infrarot-Strahler) haben unterschiedliche Wellenlängen, was zu einem sogenannten Dispersionseffekt in normalen Kameraobjektiven führt. Der Fokus wird quasi verschoben und es ergibt sich ein unscharfes Bild beim Wechsel von weißem Licht zu Infrarotlicht. Besonders folgenreich ist dieser Effekt bei Tag-/Nacht-Kameras, die tagsüber bei normalem Licht und auch nachts unter Einsatz eines Infrarot-Strahlers Bilder aufzeichnen sollen. Hier ist unbedingt der Einsatz geeigneter Objektive erforderlich (im Shop gekennzeichnet als "Infrarot-tauglich")! Einige Kameras verfügen auch über einen automatischen IR-Filter, der die Verschiebung ausgleicht.
ISO
Die Abkürzung "ISO" steht für "International Standards Organisation".
Kompression
Normale Videoaufnahmen, die man z. B. mit einer privaten Videokamera anfertigt, haben zwar eine gute Bildqualität, jedoch ergeben sich insbesondere bei längerer Aufzeichnungsdauer im Laufe der Zeit Unmengen an Daten, für die auch die immer größer werdenden Festplattenkapazitäten irgendwann nicht mehr ausreichen würden. Zudem würde die Übertragung dieser "Rohdaten" per Kabel oder Funk erhebliche Zeit und Netzwerkkapazität in Anspruch nehmen. Durch die Kompression der Daten lässt sich dieser Effekt reduzieren. Je nach Verwendungszweck haben sich verschiedene Kompressionsverfahren etabliert (z. B. MPEG4 oder JPEG2000), Kompromisse hinsichtlich Bildqualität oder Bildfluss müssen jedoch bei allen Verfahren eingegangen werden.
Kreuzschiene
Diese Bezeichnung entstammt dem "analogen Zeitalter" der Videoüberwachung. Durch Hardware wurde (und wird teilweise noch immer) ermöglicht, dass jeder Monitor innerhalb eines Videonetzwerks auf jeder Kamera "über Kreuz" zugreifen kann. Bei analogen Systemen war und ist die Kreuzschiene einer der wichtigsten und nicht selten umfangreichsten Bestandteile. In modernen Digitalsystemen wird die Funktion der Kreuzschiene meist über die Software gelöst, indem sich jeder User auf jede beliebige Kamera zuschalten kann, sofern ihm dies technisch erlaubt wurde.
LAN
Der Begriff "LAN" steht für die englische Bezeichnung "Local Area Network", also für eine lokal begrenzte Vernetzung von Computern bzw. Geräten. Im Gegensatz zum W-LAN werden beim LAN in der Regel Kabelverbindungen verwendet, die über eine unterschiedliche Bandbreite verfügen. Früher waren Datenübertragungsgeschwindigkeiten von 10 Megabit pro Sekunde üblich, mittlerweile existiert ein Standard mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 10 Gigabit pro Sekunde. Für ein LAN gibt es unterschiedliche Vernetzungstechnologien; eines der am gebräuchlichsten ist das sogenannte Ethernet.
LED
"LED" bezeichnet den englischen Ausdruck "Light Emitting Diode", zu Deutsch "Leuchtdiode". Im Vergleich zur Glühlampe bietet die LED zahlreiche Vorteile. So verbraucht sie beispielsweise wesentlich weniger Strom, hat eine längere Lebensdauer, ist relativ unempfindlich gegen Stöße und hat eine zunehmend größere Leuchtkraft. Dass man diese Eigenschaften in der Automobilindustrie längst zu schätzen weiß, zeigt deren häufige Verwendung in modernen Scheinwerfern. Auch in Taschenlampen werden die LED die gute alte Glühbirne über Kurz oder Lang völlig ablösen.
Lux
Die Einheit "Lux" (vom lateinischen Wort für "Licht") gibt die Lichtstärke an. Bei Kameras gibt Lux an, wie lichtempfindlich die Kamera arbeitet, bzw. bis zu welchem Lux-Wert noch verwertbare Aufnahmen möglich sind. Auch wenn das Messverfahren für die Lichtempfindlichkeit normiert ist, ist der Begriff "verwertbar" natürlich immer subjektiv. Zur Orientierung: 100.000 Lux = Sonnenschein; 1.000 - 100 Lux = Innenraumbeleuchtung; 10 - 1 Lux = Straßenbeleuchtung/Dämmerung; 0,2 Lux = Vollmond; 0,00005 Lux = bewölkter Sternenhimmel.
Modem
Das Wort "Modem" entstand durch die Zusammensetzung der Wörter "Modulator" und "Demodulator". Mit einem Modem wird ein digitales Signal zur Übertragung über eine Datenleitung (z. B. Telefonleitung) in ein analoges Signal "übersetzt" und am anderen Ende wieder "zurückübersetzt".
Multiplexer
Auch "Mux" oder "Multiplexing". Ähnlich der Kreuzschiene ist auch der "Multiplexer" in analogen Systemen ein wichtiger Bestandteil der Hardware. Ein Multiplexer ermöglicht es, mehrere Kamerabilder gleichzeitig auf einem Monitor zu überwachen, indem er den Bildschirm in mehrere Quadranten aufteilt. Auch die gleichzeitige Aufzeichnung mehrerer Kamerabilder "über einen Stecker" ist somit möglich. In den immer häufigeren digitalen Systemen sind Multiplexer meist standardmäßig eingebaut oder in der Software integriert.
Multiplexing
Siehe "Multiplexer"!
Mux
Siehe "Multiplexer"!
NTSC
Die Abkürzung "NTSC" steht für "National Television Standards Committee" und bezeichnet einen Videostandard in den USA und Japan. NTSC stellt 525 Linien und 60 Hertz dar.
PAL
Das PAL-System ("Phase Alternate Line") ist das häufigste Videosystem in Europa (unter anderem auch in Deutschland). Es stellt 635 Linien und 50 Hertz dar.
Permanentaufzeichnung
Siehe "Ringaufzeichnung"!
PH
Siehe "Pinhole"!
Pinhole
Das englische Wort "Pinhole" (PH), zu Deutsch also "Schlüsselloch", wird zumeist bei Objektiven mit sehr kompakter Bauweise verwendet, die deshalb auch im Stande wären, durch ein Schlüsselloch Bilder aufzuzeichnen. Auch die Bezeichnung "Nadelöhrkamera" ist gebräuchlich.
PIP
Siehe "Bild in Bild"!
Pixel
Ein "Pixel" ist die kleinste Einheit bei der Darstellung eines Bildes auf dem Bildschirm, wobei die tatsächlich dargestellte Größe eines Pixels immer vom Ausgabegerät (Monitor, Fernsehapparat etc.) abhängt. Die maximal mögliche Pixel-Auflösung eines Bildschirms wird in "pixel per inch" (ppi) angegeben. Je höher die Anzahl der Pixel, umso höher ist in der Regel auch die Auflösung des Bildschirms. Ein handelsüblicher 15 Zoll Bildschirm hat beispielsweise eine Auflösung von 1024 x 768 Pixel.
Ringaufzeichnung
Auch "Schleifenaufzeichnung", "Permanentaufzeichnung" oder "Endlosaufzeichnung" genannt. Videoaufzeichnungsgeräte, die über diese Funktion verfügen, können die gleiche Festplatte (HDD) immer wieder neu beschreiben. Das System kann so lange Zeit wartungsarm betrieben werden und nur im Alarmfall braucht auf die letzte relevante Aufzeichnung zugegriffen werden.
RS170
Videosynchronimpuls in den USA mit 525 Linien und 60 Hertz.
RS232
Schnittstelle aus der Computerterminologie für die Datenkommunikation, Reichweite ca. 10 bis 15 Meter.
RS422
Schnittstelle aus der Computerterminologie für die Datenkommunikation, Reichweite ca. 1.200 Meter.
RS485
Wie RS 232 und 422 eine Schnittstelle aus der Computerterminologie für die Datenkommunikation, Reichweite ca. 1.200 Meter.
RX
Die Abkürzung "RX" steht für Empfangsgerät.
Scart
Unter "Scart" versteht man einen europäischen Standard für Steckverbindungen, die bei Video- und Audiogeräten verwendet werden. Scart wird häufig im Privatbereich verwendet, um z. B. einen DVD-Player mit dem Fernseher zur Verbinden.
Schleifenaufzeichnung
Siehe "Ringaufzeichnung"!
Secam
Der Begriff "Secam" bezeichnet den gängigen Fernsehstandard in Frankreich.
Shutter
Der "Shutter" ist die englische Bezeichnung für den Verschluss einer Kamera. Der Verschluss öffnet sich für die Dauer einer bestimmten Verschlussziet und lässt dabei Licht auf die Bildebene. Nach dieser Belichtungszeit schließt sich der Shutter wieder und schützt das Filmmaterial bzw. den digitalen Bildsensor vor Lichteinstrahlung.
TVL
Siehe "TV-Linien"!
TV-Linien
Diese Einheit gibt an, wie viele Zeilen z. B. eine Kamera darstellen kann. Je höher die Anzahl der TV-Linien umso höher auch die Darstellungsqualität.
WDR
Siehe "Wide Dynamic Range"!
Wide Dynamic Range
Bei starkem Gegenlicht kann es zu Bildstörungen kommen, da die Kamera entweder geblendet wird oder das Gegenlicht zu stark ausgleicht, weshalb oft nur noch dunkle Umrisse zu erkennen sind. Als Gegenmaßnahme werden entweder Objektive mit Auto-Iris Funktion verwendet oder (in der Kamera selbst) die Electronic Iris oder BLC-Funktion. Wide Dynamic Range (WDR) geht hier noch einen Schritt weiter: Das gesamte Bild wird hier über einen längeren Zeitraum belichtet und ausgewertet. Während dieses Vorgangs kann es sein, dass zuerst der Hintergrund eines Bildes am besten zu erkennen ist und der vordere Bereich erst nach einer gewissen Belichtungszeit. Aus diesen unterschiedlichen Belichtungsphasen wählt die Kamera anschließend vollautomatisch den Bildausschnitt aus, der optimal beleuchtet war und setzt aus diesen Einzelbildern schließlich ein Gesamtbild zusammen - man erkennt schließlich jeden Bereich auf dem Bild, egal ob direkt im Licht oder im Schatten. WDR-Kameras eignen sich optimal für den Einsatz bei schwierigen Lichtverhältnissen.
W-LAN
Der Begriff "W-LAN" steht für die englische Bezeichnung "Wireless Local Ares Network", also für ein drahtloses lokales Netzwerk, bei dem die Daten per Funk von einem Computer zum nächsten übertragen werden. Häufig treten W-LAN als Erweiterung eines bestehenden Netzwerks auf. Der Vorteil von W-LAN ist die höhere Mobilität durch den Wegfall der Kabelverbindung und die Kosteneinsaprung durch den Wegfall des Kabelinstallation. Ähnlich wie auch bei Kabel-Netzwerken (LAN) haben sich auch bei W-LAN verschiedene Übertragungsnormen etabliert. Dies und die Qualität der Funkverbindung (Reichweite) beeinflussen die Übertragungsgeschwindigkeit des W-LAN.

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